von Thomas Vollmer (Kommentare: 0) in Kategorie » Lanzarote «

Umgestaltung von Puerto del Carmen hat begonnen

Im Touristenort Puerto del Carmen auf Lanzarote stehen Bauarbeiten an, die das Gesicht des Ortes grundlegend verändern werden. Das Bauamt der Gemeinde Tías hat jetzt die notwendigen Genehmigungen erteilt, um die Apartmentanlagen Don Paco Castilla und Balcón del Mar in luxuriöse Vier-Sterne-Hotels zu verwandeln. Diese Projekte sind die beiden ersten in einer ganzen Reihe von Maßnahmen, die folgen werden, um die touristische Infrastruktur in Puerto del Carmen zu erneuern und auszubauen.

Apartmentanlagen werden abgerissen

Die Apartments Don Paco Castilla in der Calle Urano sind bereits komplett geschlossen, damit man die Bauarbeiten, mit denen man in einem Teil des Komplexes bereits begonnen hat, ohne Behinderung ausführen kann.

Insgesamt 10 Millionen Euro werden die Investoren in die Hand nehmen, um aus dem in die Jahre gekommenen Gebäude ein vorzeigbares Hotel zu machen. Dazu werden einige Komponenten umgebaut und renoviert, der größere Teil aber ganz abgerissen und durch neue Bauten ersetzt.

Noch radikaler wird die Abrissbirne in der Apartmentanlage Balcón del Mar auf der Avenida Reina Sofia zum Einsatz kommen. Auch hier hat man die notwendigen Abrissgenehmigungen durch die Gemeindeverwaltung von Tías schon erteilt, sodass man in der kommenden Woche mit den Arbeiten beginnen kann. 153 Tonnen Bauschutt werden nach den Berechnungen der Bauingenieure dabei anfallen. Um dieses Material zu nutzen, wurde beschlossen, möglichst viel davon bei der Errichtung der neuen Gebäude zu verwenden. Neben den Wohnungen macht man bei diesem Projekt noch sechs weitere Gebäude dem Erdboden gleich. Die derzeitige Rezeption, Lagerräume und Versorgungsgebäude werden ebenso abgerissen, wie zwei Bauten mit Geschäften und der Teil der Anlage, in dem die Stromversorgung des Komplexes untergebracht ist. Diese bestehenden Einrichtungen ersetzt man durch komplett neue, die sich an den weitaus höheren Kapazitäten orientieren, die für das neue Hotel benötigt sind.

Neue Vier-Sterne-Hotels und eine attraktiver gestaltete Umgebung

Die jetzt begonnenen Arbeiten gehören zu einem gewaltigen Projekt der Gemeinde Tías, in deren Grenzen der Touristenort Puerto del Carmen liegt. Um sich für die Zukunft zu rüsten und die gesamte Zone attraktiver und offener zu gestalten, will man in den kommenden Jahren zahlreiche Gebäude abreißen oder umbauen und renovieren. Nach Abschluss aller Arbeiten wird Puerto del Carmen in seiner heutigen Form nicht mehr existieren. Das Gesicht des Ortes verändert sich vollkommen. Breitere Wege, attraktive Grünanlagen und großzügige Plätze sollen dem gesamten Gebiet mehr Charme verleihen, als die Bauten aus den Frühzeiten des Tourismus auf Lanzarote es heute vermögen. Ein freier Blick auf den Hafen und das Meer, der nicht durch wenig ansehnliche Gebäude verstellt wird, soll in Zukunft die Besucher des Ortes begeistern und so dafür sorgen, dass Puerto del Carmen auch in den nächsten Jahren noch den gestiegenen Ansprüchen der Urlauber gerecht werden kann.

Heute reicht es längst nicht mehr, sterile Bettenburgen zu errichten, die lediglich das Grundbedürfnis nach einer zweckmäßigen Unterkunft befriedigen. Wer sich in Zukunft gegen die starke Konkurrenz anderer Destinationen durchsetzen will, muss da schon mehr zu bieten haben. Ein attraktives architektonisches und städtebauliches Umfeld ist unerlässlich, wenn man weiterhin als begehrtes Urlaubsziel ernst genommen werden will. Dass derart grundlegende und ambitionierte Projekte nicht immer leicht zu realisieren sind, haben auch die Verantwortlichen in Puerto del Carmen schon erfahren müssen. Einige der jetzigen Bewohner der Zone sind nicht gerade begeistert davon, dass ihr Umfeld, in dem sie sich zu Hause fühlen, derart radikal umgestaltet werden soll. Bislang hält sich der Widerstand aber in Grenzen. Vielleicht haben auch sie erkannt, dass manche Veränderungen unumgänglich sind, um Sünden der Vergangenheit zu beheben. Hoffentlich werden sie nicht wiederholt.

Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Bitte addieren Sie 9 und 2.