von Thomas Vollmer (Kommentare: 0) in Kategorie » Lanzarote «

Osterreisewelle rollt und bringt hohen Besuch nach Lanzarote

Wie jedes Jahr in der Semana Santa, der heiligen Osterwoche, sind in Spanien die Menschen unterwegs, um das wohl wichtigste christliche Fest des Jahres gemeinsam mit ihren Familien und Freunden zu verbringen. Zu kaum einer anderen Zeit empfiehlt es sich so dringend wie zu den Tagen um Ostern, ein Flugticket oder eine Fährpassage möglichst rechtzeitig zu buchen, denn sonst könnte der bekannte Spruch des ehemaligen Regierungschefs der UdssR, Michael Gorbatschow, zutreffen – Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben – In diesem Falle würde sich das dadurch bestätigen, dass kein freier Platz mehr zu bekommen ist.

90.000 Fährpassagiere in drei Tagen

Was für das ganze Land gilt, trifft im Besonderen auch auf die Kanarischen Inseln zu. Allein zwischen dem kommenden Freitag und Ostersonntag rechnen die beiden Reedereien Fred Olsen und Armas, die die Fährlinien auf den Kanaren bedienen, mit mehr als 90.000 Passagieren.

In der gesamten Woche werden etwa 300.000 Menschen zwischen den Inseln unterwegs sein. Wer statt mit dem Schiff mit der lokalen Fluggesellschaft Binter die kanarischen Gewässer überwinden möchte, sollte sich mit seiner Buchung beeilen, denn auch hier ist das begrenzte Angebot nahezu ausgebucht.

Neben den einheimischen Reisenden nutzen aber auch zahlreiche Touristen aus anderen Ländern die Osterzeit dazu, eine Ruhepause einzulegen und ein paar erholsame Tage unter südlicher Sonne zu verbringen. Zu dieser Gruppe gehört auch die Familie des britischen Premierministers David Cameron, der gestern zu einem privaten Urlaub auf Lanzarote eingetroffen ist. Wenig staatsmännisch, sondern eher britisch pragmatisch reiste er nicht mit einer offiziellen Regierungsmaschine oder dem Privatjet eines befreundeten Wirtschaftsbosses an, sondern zusammen mit seinen normalsterblichen Landsleuten in einer Boing 737-800 des irischen Billigfliegers Ryanair.

Spätestens am Boden jedoch wurde deutlich, dass für einen Regierungschef und seine Familie andere Regeln gelten als für normale Touristen. Nachdem die hohen Gäste das Flugzeug als erste verlassen hatten und in einem abgetrennten Bereich des Flughafens Guacimeta empfangen worden waren, wurden Cameron, seine Frau Samantha, die drei Kinder Nancy, Arthur und Florence Rose sowie die beiden Leibwächter mit drei gemieteten Fahrzeugen zu ihrem Feriendomizil auf der Finca Tomarén in El Islote in der Gemeinde San Bartolomé gebracht. Hier wird die Familie eine Woche verbringen, bevor es am 19. April wieder zurück auf die heimatliche Insel geht.

Familie des britischen Premierministers Cameron macht Urlaub auf Lanzarote

Familie Cameron ist zwar zum ersten Mal auf Lanzarote, bevorzugt Spanien jedoch immer wieder für ihre Ferienaufenthalte. In den vergangenen Jahren waren Mallorca und Ibiza auf den Balearen sowie die andalusische Stadt Granada das Ziel der Familie des Premierministers in ihrem Urlaub.

Überrascht zeigten sich einige Mitreisende der prominenten Familie. Cameron, der dafür bekannt ist, seine privaten Reisen mit Low-Cost Carriern zu absolvieren, war vielen überhaupt nicht aufgefallen. So mancher erfuhr erst später, dass der Premierminister mit ihnen in derselben Maschine gereist war. Weder beim Einchecken am Flughafen von London Stansted noch im Flugzeug selbst wurden die Mitreisenden durch zusätzliche Sicherheitskontrollen oder andere Maßnahmen belästigt. Eine Passagierin der ausgebuchten Maschine berichtete denn auch, dass sie äußerst erstaunt war, als sie den Regierungschef in der ersten Reihe des Fliegers entdeckte.

Wer es selbst zu diesem Zeitpunkt nicht bemerkt hatte, der erfuhr spätestens bei der Ankunft auf Lanzarote, in welch illustrer Gesellschaft er gereist war. Dort nämlich erwarteten zahlreiche Journalisten und Fotografen nicht nur Familie Cameron, sondern auch die anderen Passagiere, immer in der Hoffnung, dass sie aufregende Details des Fluges zu berichten hätten. Diese Hoffnung wurde jedoch nicht erfüllt. Es gab schlicht und einfach keine Nachricht, außer der, dass der Chef der Regierung ihrer Majestät Queen Elizabeth II. wohlbehalten an seinem Urlaubsort auf Lanzarote angekommen ist.

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