von Thomas Vollmer (Kommentare: 0) in Kategorie » Kanaren «

Wahlen auf den Kanarischen Inseln

Wie in den meisten Autonomen Regionen Spaniens stimmen die Menschen heute auch auf den Kanaren über ihre politische Führung ab. Neben den Mitgliedern des Regionalparlamentes werden dabei auch die Abgeordneten zu den Stadt- und Gemeinderäten gewählt. Der wichtigste Posten, der dabei zu vergeben ist, ist der des Präsidenten der Regionalregierung. Zuletzt besetzte diese Position der national-liberale Paulino Rivero von der Coalición Canaria (CC).

Er kandidiert jedoch nicht erneut für dieses Amt. An seiner Stelle geht für die CC Fernado Clavijo ins Rennen. Der wie seine Mitbewerberinnen Patricia Hernández von der sozialdemokratischen PSOE und Melisa Rodríguez von den Ciudadanos auf Teneriffa lebt. Die weiteren Bewerber für das hohe Amt, Australia Navarro von der konservativen Partido Popular (PP), Román Rodríguez , der die nationalistische Nueva Canarias vertritt, sowie Noemí Santana, die für die linken Newcomer von Podemos an den Start geht, sind auf Gran Canaria zu Hause.

Keine absoluten Mehrheiten bei Wahlen erwartet

Bei diesen Wahlen bewerben sich zum ersten Mal mehr Frauen als Männer um das Amt des Regierungschefs auf den Kanarischen Inseln. Auch sonst werden sich nach dieser Abstimmung wohl nicht nur auf den Kanaren einige Dinge ändern. Klare, oder gar absolute Mehrheiten, sind kaum noch zu erwarten. Die etablierten Altparteien sehen sich zunehmend mit dem kräftigen Gegenwind konfrontiert, der ihnen von Seiten der neuen Gruppierungen entgegen weht. Die Korruption und Vetternwirtschaft der Vergangenheit treibt die Wähler vermehrt dazu, ihre Stimme den politischen Kräften zu geben, von denen sie sich endlich ein Ende der verkrusteten Strukturen versprechen. Die größten Hoffnungen werden dabei auf Podemos (Wir können) gesetzt. Die aus verschiedenen linken Strömungen erst im vergangenen Jahr entstandene Partei, darf den Umfragen zur Folge mit einem beträchtlichen Anteil der Stimmen rechnen. Eine Alleinregierung wird es wahrscheinlich weder auf der Ebene der Autonomen Region, noch in den wichtigsten Stadtparlamenten geben.

 

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