von Christian Günter (Kommentare: 0) in Kategorie » Kanaren «

Gewerkschaften rufen zum Streik auf

Die Angestellten der Bankia–Gruppe, zu der auch die La Caja de Canarias gehört, wurden von ihren Gewerkschaftsvertretern aufgerufen, gegen die geplanten Gehaltskürzungen in ihren Banken zu demonstrieren.

Als erste Maßnahme auf den Kanaren wird es am Mittwoch, den 23. Januar in Las Palmas einen Protestmarsch geben. Der um 17.00 Uhr vom Parque San Telmo aus startet und bis zum Hauptsitz der Bankia auf der Calle Triana führt. Mit entsprechenden Behinderungen des Verkehrs ist deshalb in der Altstadt der Inselkapitale während dieser Zeit zu rechnen.

In weiteren sechs Provinzen Spaniens wird es ähnliche Aktionen geben, die dann der Unzufriedenheit der Angestellten im Bankensektor Ausdruck verleihen sollen. Seit den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts hat es bei den Banken Spaniens keinen Streik mehr gegeben. Aber die desolate Lage zahlreicher spanischer Bankinstitute hat nun dazu geführt, dass drastische Maßnahmen eingeleitet werden mussten. Die mit einem massiven Stellenabbau und Gehaltskürzungen wohl noch nicht ihr Ende gefunden haben.

Viele Stellen gefährdet

StreikDie Proteste auf den Kanarischen Inseln werden nach dem Marsch vom Mittwoch am 30. Januar fortgesetzt. In den Filialen von Banco de Valencia, Bankia und NGC sollen die Schalter an diesem Tag mit gezielten Schwerpunktstreiks auf Sparflamme geschaltet und so die Bevölkerung auf die Probleme der Bankangestellten aufmerksam gemacht werden. Den Höhepunkt werden die Protestaktionen auf den Inseln am 6. Februar erreichen, wenn bei einem Generalstreik das wirtschaftliche Leben auf den Kanaren lahmgelegt werden soll. Wer an diesen Tagen dringende Bankgeschäfte zu erledigen hat, muss sich auf erhebliche Beeinträchtigungen des Geschäftsverkehrs einstellen. Man sollte nach Möglichkeit einen anderen Zeitpunkt für seine Transaktionen wählen.

Bei den Umstrukturierungsplänen der Banken sind nach Angaben von Gewerkschaftsvertretern landesweit bis zu 50.000 Stellen betroffen. Da auch die La Caja de Canarias unter erheblichem Druck steht, ihre Geschäfte neu zu ordnen, ist damit zu rechnen, dass auch zahlreiche Bankmitarbeiter auf den Kanarischen Inseln um ihre Jobs bangen müssen.
Lange Jahre haben die Banken auf den Kanaren erstklassige Geschäfte gemacht. Finanzierungen von Bauprojekten wurden nicht selten zu über 100% ohne jegliches Eigenkapital angeboten. Was schließlich zu der großen Immobilien- und Bankenkrise geführt hat, die durch das Platzen der Immobilienblase ausgelöst wurde. Des einen Leid ist aber des anderen Freud. Wer heute auf den Inseln eine attraktive Immobilie sucht, kann unter einer Vielzahl von Angeboten wählen und bei dem derzeit herrschenden niedrigen Preisniveau so manches Schnäppchen machen

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