von Thomas Vollmer (Kommentare: 0) in Kategorie » Gran Canaria «

Wohnungsuchende besetzen 32 Wohnungen im Süden Gran Canarias

Es sind junge Paare mit geringem Einkommen und Alleinerziehende mit ihren Kindern. Sie haben es auf dem Wohnungsmarkt besonders schwer, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Auch im Süden Gran Canarias gibt es zahlreiche Menschen, die auf eine Sozialwohnung warten. Sie ließen sich zu diesem Zweck bei den zuständigen Behörden registrieren. Doch einige von ihnen warten bereits so lange, dass ihre Geduld nun erschöpft ist. Sie sind deshalb selbst aktiv geworden. Sie besetzten ein seit 2007 leer stehendes Gebäude mit 32 Wohnungen in Castillo del Romeral, einem Dorf, das zur Touristengemeinde San Bartolomé de Tirajana gehört.

Behörden ignorieren die Besetzer

Um in das Haus und die Wohnungen zu gelangen mussten die Besetzer, die immer wieder die Gewaltlosigkeit ihrer Absicht bekräftigen, nicht einmal Türen oder Fenster aufbrechen, da diese nicht vorhanden sind. Das Gebäude war von einer Immobiliengesellschaft errichtet aber nie vollständig fertiggestellt worden, da dem Unternehmen in der Krise das Geld ausgegangen war. In der Folge war es von der Bank mit einem Embargo belegt und versteigert worden. Derzeitiger Besitzer ist scheinbar das Gobierno von Gran Canaria.

Die Besetzer betonen, dass sie in der Lage sind, eine angemessene Sozialmiete für die Wohnungen zu bezahlen, wenn die Regierung das Haus in einen wirklich bewohnbaren Zustand versetzt. Während der Zeit des Leerstandes wurden zahlreiche Leitungen und Einrichtungen des Gebäudes gestohlen. Heute gibt es dort weder Strom noch Wasser. Die Nachbarn in der Straße sind froh über die neuen Bewohner, da das Gebäude zur Gefahr geworden war. Jeder konnte ungehindert das Haus betreten, Kinder in den ungesicherten Räumen spielen. Die Besetzer warten nun auf ein Zeichen von den Behörden. Bislang jedoch hat sich trotz Aufforderung niemand bei Ihnen gemeldet.

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