von Thomas Vollmer (Kommentare: 0) in Kategorie » Gran Canaria «

Stolz in Maspalomas

Morgen, am 19. Mai 2014, ist es soweit. Die 13. Ausgabe der Pride Maspalomas, des größten Schwulen- und Lesbenfestivals auf Gran Canaria, geht an den Start. In den vergangenen Jahren hat sich die Veranstaltung zu einem echten Besuchermagneten entwickelt, der immer mehr LGTBs (Lesben, Gays, Transsexuelle und Bisexuelle) anzieht. In der kommenden Woche bis zum 25. Mai werden etwa 100.000 Menschen zu den verschiedenen Aktivitäten erwartet.

Damit ist die einstige Demonstration für die Rechte von Schwulen und Lesben nicht nur zu einem echten Statement für die freie Entfaltung der sexuellen Orientierung geworden, sondern auch zu einem nicht zu unterschätzenden wirtschaftlichen Faktor. Etwa 60 Millionen Euro werden die Besucher der Maspalomas Pride 2014 voraussichtlich auf der Insel lassen. Grund genug, das Programm und das Konzept der aktuellen Ausgabe im großen Rahmen und unter Beteiligung des Bürgermeisters von San Bartolomé de Tirajana, Marco Aurelio Pérez, sowie weiteren Vertretern aus Politik und Tourismus bei einer Pressekonferenz im Hotel IFA Catarina vorzustellen.

Aus Gay Pride wurde Pride

Wie die Präsidentin der Asociación de Gays y Lesbianas del Yumbo (GLAY), Ladina Heatherson-Heinrich, und Adán Verde, Mitglied des Organisationskomitees betonten, gibt es bei der 13. Ausgabe des erfolgreichen Events einige Änderungen.

So wurde etwa aus der ehemaligen Gay Pride die Pride, ohne Gay im Namen. Damit soll ausgedrückt werden, dass alle sexuellen Orientierungen als gleichwertig zu betrachten sind und jeder das Recht hat, so zu leben, wie er möchte.

Seit den ersten Pride Festivals hat sich die gesellschaftliche Akzeptanz stark erhöht, auch wenn es in vielen Ländern immer noch einen großen Nachholbedarf dafür gibt. Auf Gran Canaria jedoch können LGTBs ungestört feiern, ohne dass sie mit irgendwelchen Vorurteilen oder Repressalien zu kämpfen hätten. Und das nicht nur im Yumbo, das als Zentrum der Bewegung gilt. Dies mag aber sicherlich auch daran liegen, dass sich mit Lesben und Schwulen gute Geschäfte machen lassen. Sie gelten allgemein als besonders spendabel und geben im Durchschnitt weitaus mehr Geld in ihrem Urlaub aus, als Gäste mit anderer sexueller Orientierung. Der schnöde Mammon hat so manchen Menschen schon zu Überzeugungen verholfen, die ihm ohne diese Triebfeder nicht zuteil geworden wären. Bleibt zu hoffen, dass daraus mittlerweile eine echte und belastbare Einstellung wurde. Vieles scheint dafür zu sprechen, dass dies so ist.

In den Hotels, Bars und Restaurants auf Gran Canaria sind die Teilnehmer der Pride Maspalomas 2014 jedenfalls vorbehaltlos gern gesehene Gäste, die auch außerhalb dieser besonderen Woche herzlich willkommen sind.

Offizieller Start am Montag

Nach einigen Vorveranstaltungen, die bereits seit vergangenen Donnerstag auf das Ereignis vorbereiten, startet die Reihe von Events am morgigen Montag auch ganz regulär mit einem Programm, das einige Höhepunkte aufzuweisen hat. Das komplette Programm ist auf der offiziellen Webseite zu finden. Hier allerdings nur in englischer Sprache. Jedoch bieten auch zahlreiche einschlägige deutschsprachige Seiten aktuelle Hinweise zu den täglich stattfindenden Partys, Diskussionen, Kampagnen und Vorführungen.

Die Organisatoren der Pride Maspalomas 2014 sind davon überzeugt, dass auch die 13. Ausgabe dieser wichtigen Veranstaltung auf Gran Canaria ein voller Erfolg werden wird. Daran ist kaum zu zweifeln. Dass auf der Insel unbeschwert und ausgelassen gefeiert werden kann, ist in der Vergangenheit oft genug bewiesen worden. Und das wird auch 2014 sicherlich nicht anders sein.

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