von Christian Günter (Kommentare: 0) in Kategorie » Gran Canaria «

Tourismuskommission analysiert Besucherzahlen

Während die Zahl der Urlauber aus Deutschland um mehr als 17 % zurückgegangen ist und auch fast 9% weniger Festlandspanier die Insel besuchten, waren die Touristen aus den nordischen Ländern wie Schweden, Norwegen, Finnland und Dänemark die Retter der Saison. Denn auch die Engländer haben ihre Reisen auf die Kanaren reduziert. 11,5 % weniger verbrachten ihren Urlaub 2012 auf Gran Canaria. Diese schon fast dramatischen Rückgänge wurden jedoch durch die „Escandinavios“ fast ausgeglichen. Die etwa 860.000 Besucher aus dem hohen Norden ließen den gesamten Besucherschwund auf eine Zahl zwischen 2 und 3% gegenüber 2011 dann doch nicht ganz so drastisch ausfallen.

Bei der Analyse dieser Zahlen, die jetzt auf einer Versammlung der Tourismuskommission von Gran Canaria durchgeführt wurde. Bemühte man sich, die Ursachen für diese Entwicklung herauszufiltern. Zunächst wurde festgestellt, dass die Vergleichszahlen aus 2011 aus einem extrem guten Jahr für den Tourismus stammen. Was man bei der Gesamtbetrachtung berücksichtigen muss. Ziel für 2012 war es, dieses hohe Niveau in etwa zu halten, was auch fast gelungen ist. Dies trotz der verpatzten Werbekampagne auf dem spanischen Festland. Die für die Kommissionsmitglieder der Hauptgrund für den Besucherschwund von der Peninsular ist.

Der Weg zum Qualitätstourismus

Für den Rückgang der Gäste aus Deutschland wurde in erster Linie die Abwanderung einer großen Kreuzfahrtreederei, die vormals ihren Sitz auf Gran Canaria hatte, verantwortlich gemacht. Dadurch kamen 20.000 „Alemanes“ weniger nach Gran Canaria, was ziemlich genau dem gesamten Rückgang der Besucherzahlen aus Deutschland entspricht. Auch wenn die Zahlen insgesamt zurückgegangen sind, waren die Umsätze im Tourismussektor nicht so unerfreulich. Wie es auf den ersten Blick scheint. Der leichte Schwund konnte durch höhere Übernachtungspreise kompensiert werden. Diese Entwicklung führt dazu, dass der Trend weggeht vom ruinösen Billigtourismus. Der vor allem viele englische Pauschaltouristen auf die Insel brachte. Hin zu einem qualitativ hochwertigen Hotelangebot, das auch schon in früheren Jahren von denen genutzt wurde. Die nun die Zahlen gerettet haben, die Skandinavier.

Doch auch bei den Besuchern aus Deutschland hat wohl ein Umdenken eingesetzt. Geiz ist nicht länger geil, und gerade in der schönsten Zeit des Jahres, dem wohlverdienten Urlaub, wollen sich immer mehr Urlauber etwas gönnen, und das kann für den Qualitätstourismus auf den Kanaren nur von Vorteil sein. Klasse statt Masse ist die Devise, die einen Urlaub auf den Inseln des Ewigen Frühlings in Zukunft zu einer guten Alternative macht.

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