von Thomas Vollmer (Kommentare: 0) in Kategorie » Gran Canaria «

Lokalpolizei in Las Palmas jetzt mit Fahrrädern unterwegs

Fahrradfahren wird in der Hauptstadt Gran Canarias immer beliebter. Verstopfte Straßen, die ständige Suche nach einem Parkplatz und auch die stetig steigenden Kosten des motorisierten Verkehrs, veranlassen immer mehr Bewohner von Las Palmas auf das umweltfreundlichere und kostengünstigere Rad umzusteigen. Zwar ist in dieser Entwicklung noch sehr viel Luft nach oben, ein Anfang ist aber gemacht. Und die Polizei geht mit gutem Beispiel voran.

Schon seit 2006 ist die Touristenpolizei an der Strandpromenade von Las Canteras auf Fahrrädern unterwegs. Jetzt bekommen auch 15 Kollegen von der Policia Local ein leichtes Rad als Dienstfahrzeug zur Verfügung gestellt. 8.000 Euro hat sich die Stadtverwaltung die ökologisch unbedenkliche Mobilisierung der Sicherheitskräfte kosten lassen. Mit Fahrradhelm und kurzer Hose ausgestattet werden sie in Zukunft unterwegs sein, um für Recht und Ordnung zu sorgen. Besonders achten werden sie dabei auf die Einhaltung der Straßenverkehrsordnung. Falschparker und Blockierer von Fahrradwegen und Busspuren werden nun wohl öfter eine Multa hinter ihrem Scheibenwischer finden. Darüber hinaus stehen sie aber auch als Ansprechpartner in allen Fragen der Sicherheit und Ordnung zur Verfügung. Bei Problemen in ihrem Bezirk sollen die Gesetzeshüter jetzt flexibler reagieren können und schneller am Einsatzort sein.

Das Projekt Leihfahrräder in Las Palmas kommt nicht voran – Stadt verhängt Bußgelder

Während die Polizisten nun schon mit ihren schicken neuen Rädern durch die Stadt radeln können, müssen die Besucher von Las Palmas und Bewohner, die sich kein eigenes Rad leisten wollen, noch warten. Das Unternehmen, das in der Hauptstadt Gran Canarias ein Netz von Mietfahrradstationen einrichten will, kommt nicht wirklich in Fahrt. Eigentlich sollten schon 30 auf das Stadtgebiet verteilte Verleihstationen mit 250 Rädern sowie 425 Parkplätze eingerichtet sein. Doch geschehen ist bislang nichts. In der Stadtverwaltung ist die Verärgerung über die Nichteinhaltung so groß, dass der Firma Bußgeldforderungen 20.000 Euro zugestellt worden sind. Mittlerweile bestehen nicht nur Zweifel an der Bonität des Unternehmens, sondern auch an ihrer Kompetenz tatsächlich ein flächendeckendes Verleihsystem einrichten zu können.

Weiterhin ist man in der Stadtverwaltung darüber verärgert, dass Postigo Obras y Servicios bisher außer einer groben Beschreibung des Vorhabens noch keine konkreten Pläne vorgelegt hat, wie das Projekt letztendlich umgesetzt werden soll. Auch die Frage der kontinuierlichen Unterrichtung der Stadt über die Fortschritte bei der Einrichtung der Mietstationen war in dem Vertrag vom Februar geregelt worden.

 

 

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