von Thomas Vollmer (Kommentare: 0) in Kategorie » Gran Canaria «

Las Palmas de Gran Canaria entwickelt sich zur Podemos-Hochburg

Die Wähler in der Hauptstadt von Gran Canaria haben schon bei den Wahlen zum Europaparlament vor einem Jahr überdurchschnittlich oft ihre Stimme den Kandidaten der neugegründeten Podemos-Bewegung gegeben. Damals waren es 16,4 %, mehr als doppelt so viele Stimmberechtigte wie im nationalen Mittel. In ganz Spanien konnte die neue Linke bei der Europawahl auf Anhieb einen Stimmenanteil von knapp 8 % erringen. Auch bei der Abstimmung zum Parlament der Autonomen Region der Kanaren am vergangenen Sonntag entschieden sich viele Bewohner für Podemos. Während sich die Newcomer bei der Zusammensetzung des Stadtrates von Las Palmas mit 16,1 % und 6 Abgeordneten als drittstärkste Kraft hinter PP und PSOE etablieren konnten. Errangen sie bei den Wahlen zum Regionalparlament, noch vor den großen Altparteien PP und PSOE, sogar die meisten Stimmen.

Neue Partei bei jungen Wählern beliebt

Von den insgesamt fast 300.000 Wahlberechtigten in Las Palmas entschieden sich immerhin 38.864 für die Kandidaten der linken Protestbewegung. Von den 7 neu gewählten Podemos-Abgeordneten im Regionalparlament stammen allein 3 aus der bevölkerungsstärksten Stadt der Kanaren.

Mit einer Quote von 32,57 % liegt die Zahl der Arbeitslosen in Las Palmas leicht über dem Durchschnitt der Kanaren. In nur wenigen Regionen Europas sind mehr Menschen ohne Beschäftigung. Dies dürfte nur einer der zahlreichen Gründe sein, warum sich immer mehr Wähler – besonders der jüngeren Generation – für eine Partei entscheiden, die endlich die verkrusteten Strukturen aufbricht und sich auch um diejenigen kümmert, die am meisten unter den Auswirkungen der Krise zu leiden haben.

(Foto von Maria Navarro Sorolla/flickr.com Lizenz: BY-NC)

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