von Thomas Vollmer (Kommentare: 0) in Kategorie » Gran Canaria «

Staatsanwaltschaft fordert hohe Haftstrafen in Korruptionsprozess auf Gran Canaria

Beim Prozess wegen fortgesetzter Korruption in der Touristengemeinde San Bartolomé de Tirajana im Süden Gran Canarias hat die Staatsanwaltschaft in der Inselhauptstadt Las Palmas jetzt Haftstrafen zwischen 5 und mehr als 11 Jahren für die verschiedenen Beteiligten gefordert.

Im sogenannten Fall „Caso Paraiso“ waren in den Jahren 2006 und 2007 mehrere Lokalpolitiker und Angestellte der Stadtverwaltung von drei Unternehmern mit Geld und Gefälligkeiten dazu gebracht worden, Entscheidungen zu treffen oder so zu beeinflussen, dass sie den Geschäftsinteressen der beschuldigten Unternehmer entgegenkamen.

Politiker bestochen

Konkret ging es am Freitag vor dem Gericht um die Unternehmer Alejandro Navarro Miñón, von der Firma Mazotti SA. Sowie um Antonio Hernández Rodríguez und Antonio Esteban Hernández Perera, denen die Baufirma Construcciones Hernández Perera SL gehört. Ihnen wird vorgeworfen, den Abgeordneten Francisco Guedes García von der PSOE mit kleineren und größeren Gefälligkeiten im Wert von insgesamt mehr als 243.000 Euro bestochen zu haben. Um ohne offizielle Ausschreibungen an lukrative Aufträge der öffentlichen Hand zu kommen. Unter anderem bezahlten die Unternehmer die Reparatur eines Schiffes, mit dem der Sohn von Guedes Garcia, touristische Ausflüge anbietet. Außerdem ließ sich der Abgeordnete sein Heim von den Baufirmen kostenlos verschönern.

Neben dem Stadtratsmitglied profitierte von den illegalen Absprachen auch José Juan Santana. Der in jener Zeit als Concejal für Städtebau und Auftragsvergabe erheblichen Einfluss auf die gewünschten Entscheidungen hatte. Weiterhin beschuldigt sind der städtische Architekt, Fernando Rivero sowie Antonio Muñiz González. Der damals als Beamter im Bauamt von San Bartolomé de Tirajana beschäftigt war.

Während die Staatsanwaltschaft für den Hauptbeschuldigten Francisco Guedes eine Haftstrafe von 11 Jahren und 9 Monaten forderte. Sollen die 3 Unternehmer jeweils 5 Jahre hinter Gittern verbringen. Für die anderen Beschuldigten werden vom Staatsanwalt Strafen zwischen 5 und 8 Jahren angestrebt.

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