von Thomas Vollmer (Kommentare: 0) in Kategorie » Gran Canaria, Lanzarote «

Kampf gegen Korruption – Verhaftungen auf Lanzarote und Gran Canaria

In Kampf gegen die Korruption im Lande hat die Richterin Mercedes Ayala aus Sevilla gestern zu einem erneuten Schlag ausgeholt. 26 Personen, vornehmlich in Andalusien, wurden am Dienstag festgenommen. Im Zentrum der Untersuchungen steht die Firma Fitonovo, die im Verdacht steht, Politiker und Beamte bestochen zu haben. Damit hat man das Unternehmen bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen bevorzugt berücksichtigt. Die Firma, der in vielen Städten und Gemeinden Spaniens die Anlage und Pflege von Parks und öffentlichen Flächen übertragen war, sorgte mit großzügigen Aufmerksamkeiten dafür, dass die Entscheidungsträger sie bei der Auftragsvergabe nicht vergessen haben.

Mitarbeiter wegen Verdacht auf Korruption von Fitonovo verhaftet

Auch auf den Kanarischen Inseln besteht der Verdacht, dass sich Fitonovo auf unlautere Art und Weise Wettbewerbsvorteile verschafft hat. Im Rahmen der Operation „Enredadera“(Schlingpflanze) wurde die Guardia Civil nicht nur in Andalusien, Barcelona und Madrid, sondern auch in der Provinz Las Palmas tätig.

Auf Lanzarote wurde der Sprecher der Coalición Canaria bei der Inselregierung, Sergio Machín, vorübergehend festgenommen. Am Dienstagvormittag hat man ihn nach einer Razzia zur weiteren Befragung zu einer Polizeidienstelle gebracht. Am Nachmittag verließ er das Gebäude jedoch wieder. Zu den Vorwürfen wollte er sich gegenüber der Presse allerdings nicht äußern. Zur gleichen Zeit wurde auch ein Mitarbeiter der Niederlassung von Fitonovo in Arucas auf Gran Canaria verhaftet. Die Ermittlungen dauern noch an. Es ist durchaus damit zu rechnen, dass es noch weitere Haftbefehle geben wird. Der Besitzer von Fitonovo, Rafael González, hat bereits zugegeben, dass sein Unternehmen Politiker und Beamte in Sevilla und anderen Städten Spaniens geschmiert hat.

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