von Thomas Vollmer (Kommentare: 0) in Kategorie » Gran Canaria «

Gran Canaria bereitet sich auf Unwetter und Start des Karnevals vor

Trotz der nicht besonders erfreulichen Prognosen für Unwetter hoffen die Organisatoren des Karnevals in Las Palmas, dass sie heute um 12.30 Uhr auf der Plaza Santa Ana den Startschuss für die tollen Tage auf der Insel geben können. Mit dem Pregón, der öffentlichen Verkündigung des Beginns der fünften Jahreszeit und der anschließenden Fiesta de la Sábana – des Betttuchfestes – stehen heute die ersten karnevalistischen Aktivitäten an. Der zentrale Platz und die Gassen der historischen Altstadt werden nach dem Startschuss für die närrischen Aktivitäten fest in der Hand der Karnevalisten sein.

Erste Vorsichtsmaßnahmen und gute Ratschläge

Gestört sein könnte die gute Laune lediglich von den ungünstigen Wetterbedingungen. Wie bereits gestern angekündigt, zieht eine Schlechtwetterfront über die Kanarischen Inseln hinweg, die kräftige Regenfälle, heftige Stürme, hohe Wellen und Schnee in den Hochlagen mit sich bringt.

Zum wiederholten Male in diesem Jahr stört die ungemütliche Wetterlage das Alltagsleben auf den Inseln. Angesichts der Warnung durch den Wetterdienst Aemet, der die Warnstufe Orange über große Teile Gran Canarias und andere Inseln verhängt hat, beschloss die Regierung, erste Vorsichtsmaßnahmen einzuleiten. Die staatlich geführten Camping- und Grillplätze in den Bergen wurden ebenso geschlossen wie einige Straßen im Zentrum der Insel, die auf den höchsten Gipfel Gran Canarias, den Pico de las Nieves führen.

Außerdem hat sich die Verkehrspolizei darauf eingestellt, dass es erneut einen Run auf das Dach der Insel geben wird, da in den Hochlagen mit Schnee zu rechnen ist. Dieses auf den Kanaren nicht alltägliche Wetterphänomen animiert die Insulaner mit schöner Regelmäßigkeit dazu, einen Ausflug in die Berge zu unternehmen, um sich die meist spärlich vorhandene weiße Pracht anzuschauen. Diese Völkerwanderung führt ebenso regelmäßig zu langen Staus und heftigen Verkehrsproblemen auf den Zufahrtswegen. Darauf will man diesmal vorbereitet sein.

Doch nicht nur in den Bergen werden erste Vorsichtsmaßnahmen eingeleitet. Die Regierung verbreitete über die Medien zahlreiche Hinweise, wie sich die Bevölkerung während des Unwetters verhalten sollte. Neben dem Ratschlag, sich möglichst zu Hause aufzuhalten und gefährliche Orte zu meiden, geht es dabei aber auch um die richtige Sicherung von Gebäuden und Außenanlagen sowie andere allgemein gehaltene Informationen.

Stau im Hafen

Auch im Hafen von Las Palmas sorgten die beunruhigenden Wetterprognosen für erste Probleme. Der zu erwartende hohe Wellengang veranlasste einige Kapitäne von großen Kreuzfahrtschiffen, Schutz im Hafen der Hauptstadt Gran Canarias zu suchen bzw. ihre Weiterfahrt zu verschieben. Dies führte dazu, dass es in der Muelle Santa Catalina zu einem Mangel an Liegeplätzen gekommen ist. Einige Schiffe konnten deshalb nicht im Kreuzfahrthafen festmachen, sondern mussten auf andere Molen im Hafengebiet ausweichen. Bis zum Sonntag werden planmäßig noch weitere Ozeanriesen auf Gran Canaria eintreffen.

Von dem angekündigten Unwetter ist jedoch nicht nur Gran Canaria betroffen. Die weiter westlich gelegenen Inseln La Palma, La Gomera und Teneriffa bereiten sich ebenfalls auf ein ebenso stürmisches wie feuchtes Wochenende vor. Aber auch die östliche Eilande, Lanzarote und Fuerteventura, werden nicht ganz ungeschoren davonkommen. Auch wenn hier auf Grund der fehlenden Berge nicht mit Schnee gerechnet werden muss, wird das Wochenendwetter auf diesen beiden Inseln ebenfalls alles andere als „kanarenlike“ ausfallen.

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