von Thomas Vollmer (Kommentare: 0) in Kategorie » Gran Canaria «

Gran Canaria: Artenara mit neuem Übernachtungsangebot

Der Turismo rural, der ländliche Tourismus, gewinnt auch auf Gran Canaria immer mehr an Bedeutung. Zwar sind die Regionen im Süden der Insel mit ihren Stränden, dem Meer und dem breiten Freizeitangebot die unangefochtenen Hochburgen des Geschäftes mit den Fremden. Doch so manchen zieht es mittlerweile auch in die Berge. Wem der Rummel an den Touristenstränden, in den Shoppingcentern und auf den Amüsiermeilen einfach zu viel ist, der findet in den kleinen Städten im Inselinneren Gran Canarias eine attraktive Alternative. Die Schönheit der Natur, die Ruhe und die vielen Wanderwege sind nur einige der Vorzüge.

Eine dieser Gemeinden ist das Städtchen Artenara, deren knapp 1.400 Einwohner auf fast 1.300 Metern über dem Meer residieren. Derzeit hält sich das Angebot an Unterkünften für Touristen hier noch in sehr überschaubaren Grenzen. Neben den zwei Campingplätzen im Wald von Tamadaba und am Roque Garcia, gibt es lediglich sechs Landhäuser. Diese können zusammen jedoch nur etwa 25 Besuchern ein Bett für die Nacht anbieten. Dies wird sich jedoch schon bald ändern.

Stadt errichtete neue Unterkünfte

In den letzten Monaten hat die Gemeinde ein neues Gebäude errichtet. Mit Schlafmöglichkeiten für 30 Personen, einer Gemeinschaftsküche und mehreren Freizeiträumen, die Albergue de Las Cuevas. Eine perfekte Unterkunft z.B. für Wandergruppen. Darüber hinaus wurde aber auch noch eine Pension mit 13 Zimmern für Individualreisende eingerichtet.

Die Gebäude sind so gut wie bezugsbereit, jetzt muss nur noch der richtige Pächter gefunden werden. Der Bürgermeister von Artenara, Jesús Díaz, will herausfinden, wie die neuen Unterkünfte in seiner Stadt am besten betrieben werden können. So wird noch darüber diskutiert, ob sich die Gemeinde aus der Bewirtschaftung komplett heraushält und den gesamten Komplex einem Pächter übergibt, oder ob sich die Stadt gemeinsam mit einem privaten Betreiber um den hoffentlich erfolgreichen Betrieb der Einrichtung kümmern wird. In Artenara ist man in dieser Frage recht flexibel und bereit, sich auf die Wünsche und Vorstellungen der Interessenten einzustellen.

Mit dem erweiterten Bettenangebot erhofft man sich in der Gemeinde, dass einige der 500 Gäste, die jeden Tag die Stadt besuchen, etwas länger bleiben und nicht gleich nach einem kurzen Stopp wieder in Richtung Strand fahren, um dort ihr Geld auszugeben. Bislang sind die meisten Besucher nach einem schnellen Gang durch das Museum Santiago Aranda, das einen Eindruck vom Leben der Vorfahren vermittelt, die noch in den nahegelegenen Höhlen gewohnt haben, und einem kurzen Blick in die Pfarrkirche, auch schon wieder verschwunden. Dabei könnte doch ein schöner Abend auf der Plaza mit einem Glas Wein, leckerem Käse und dem fantastischen Blick in die wunderbare Umgebung ein unvergessliches Urlaubserlebnis sein.

(Foto: El Coleccionista de Instantes / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

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