von Thomas Vollmer (Kommentare: 0) in Kategorie » Gran Canaria «
Lopesan und San Roque wollen gemeinsam vom Gesundheitstourismus auf Gran Canaria profitieren
Neue Geschäftsidee
Während im traditionellen Urlaubsgeschäft immer weniger zu verdienen ist. Weil die Zahl der Gäste wächst, die ihre Ferien auf den Kanarischen Inseln in billigen All-inclusive Anlagen verbringen, gibt es eine Sparte im Tourismus, in der noch so mancher Euro zu machen ist. Der Gesundheitstourismus ist ein Wachstumsgeschäft, das nicht nur auf Gran Canaria glänzende Gewinne verspricht.
Im Gegensatz zu den All-inclusive Touristen, die kaum noch Geld auf der Insel lassen, ist mit den Gästen, die wegen einer medizinischen Behandlung nach Gran Canaria kommen, richtig Kasse zu machen. Sie geben während ihres Aufenthaltes auf der Insel zirka acht bis zehnmal mehr Geld aus als der Durchschnittstourist. Diesen Trend wollen in Zukunft auch die Lopesan-Gruppe und die führende Privatklink, die Clinica San Roque für sich nutzen.
Die Kanaren mit ihrem ganzjährig milden Klima und ihrer guten Infrastruktur eignen sich perfekt für den hochpreisigen Medizintourismus. Deshalb hat sich Lopesan, einer der größten Hotelkonzerne auf der Insel, im vergangenen Juli ein beachtliches Aktienpaket an den Kliniken San Roque gesichert. Will nun zahlungskräftigen Gästen in seinen Nobelhotels auch gleich noch eine Schönheitsoperation, eine Augenbehandlung oder einen anderen chirurgischen Eingriff verkaufen. Schon in diesem Jahr rechnet man in ganz Spanien mit etwa einer halben Milliarde Euro, die Gesundheitstouristen ins Land bringen. Bis zum Jahr 2020 soll sich diese Zahl verdoppeln. Die Kunden kommen in der Regel aus Großbritannien, Deutschland, Skandinavien oder den arabischen Ländern.
Zu den 500 Millionen für die medizinischen Behandlungen summieren sich noch weitere Einnahmen. Für Hotels, Gastronomie und andere Unternehmen des touristischen Sektors. Es steht jedoch zu befürchten, dass auch hier wieder ein All-inclusive Paket geschnürt wird. Das anderen Mitspielern auf dem Tourismusmarkt, wie unabhängigen Restaurants, Taxifahrern und anderen Serviceanbietern keine Chance lässt, an diesen zahlungskräftigen Gästen zu verdienen.
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