von Thomas Vollmer (Kommentare: 0) in Kategorie » Fuerteventura «

Moses und sein Volk am Strand von Cofete

Seit gestern steht der südliche Teil der zweitgrößten Insel des kanarischen Archipels ganz im Zeichen der biblischen Geschichte des Moses, der einst sein Volk aus der ägyptischen Gefangenschaft führte. Wo sonst Tomatenfelder die Szenerie bestimmen, sind jetzt ganz andere Bilder zu sehen. Mit dem Beginn der Dreharbeiten zu der Hollywoodproduktion „Exodus“ des britischen Erfolgsregisseurs Ridley Scott auf Fuerteventura sind ganze Heerscharen von Technikern, Schauspielern und Statisten am Strand zwischen Punta de Jandia und Cofete unterwegs, um die Dreharbeiten, die in London und Almeria bereits beendet sind, an der neuen Location fortzuführen.

Filmcrew und Security haben die Zone fest im Griff

Allein 250 Techniker stehen bereit, um dem 150 Millionen Dollar-Projekt zum Erfolg zu verhelfen. Am Set kommen dann noch die Schauspieler, Statisten und ihre Betreuer dazu, sodass sich in dieser Zone Fuertenventuras derzeit so große Menschenmengen aufhalten, dass man tatsächlich von einer Völkerwanderung sprechen könnte. Dabei würden gerne noch sehr viel mehr Menschen an diesem Spektakel teilnehmen oder zumindest einen Blick darauf werfen. Dies wissen die zahlreichen Sicherheitskräfte, die den Drehort äußerst effektiv abschotten, jedoch nachhaltig zu verhindern. So können die Zaungäste, bestehend aus neugierigen Reportern und Fans der Hollywoodstars, die Akteure nur aus der Ferne in ihren altertümlichen Gewändern beobachten.

Hoffnung auf einen Schnappschuss vom Hollywoodstar

Wenn Christian Bale als Moses oder Joel Egerton als sein Gegenspieler Pharao Ramses die Szenerie betreten, sind Fotos von Paparazzi möglichst zu verhindern. Dabei gehen die Mannschaften der Security-Firmen so professionell und effektiv vor, dass manche enttäuschten Reporter schon von einer Behinderung der Presse sprechen, die ihrem Informationsauftrag nicht nachkommen kann. Die Klatschspalten der einschlägigen Gazetten müssen deshalb noch etwas länger auf die offiziellen Fotos vom Set warten.

Bis das staunende Publikum Christian Bale beim Teilen des Roten Meeres bewundern kann, werden noch einige Monate vergehen. Erst Ende des nächsten Jahres soll das Monumentalwerk in die Kinos dieser Welt kommen. Bis dahin bleibt den Fans und den Journalisten nur die Hoffnung, den einen oder anderen Star der Produktion außerhalb des Sets anzutreffen. Neben den beiden Hauptakteuren sind unter anderen auch Ben Kingsley und Sigourney Weaver immer wieder beliebte Objekte der Schnappschussjäger. Auch sie halten sich derzeit auf Fuerteventura auf, wo die nächsten sechs Wochen noch eine Art Ausnahmezustand herrschen wird.

Straßensperrungen rund um die Drehorte

Wer in dieser Zeit einen Ausflug über die Insel machen möchte, sollte sich zuvor über die aktuellen Drehorte informieren. Zahlreiche Straßen und Gebiete sind während der Dreharbeiten für den Verkehr und die Öffentlichkeit gesperrt, sodass es hier immer wieder zu Behinderungen kommen kann. In den nächsten sechs Tagen betrifft dies alle Zufahrtswege nach Cofete. Danach zieht die Karawane weiter und wird in einem anderen Teil der Insel für verwunderte Blicke sorgen. Menschen in altertümlichen Gewändern und manchmal futuristisch anmutende Filmtechnik sind schließlich eine Kombination, die man nicht jeden Tag zu sehen bekommt, auch wenn es nur aus der Ferne ist.

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