von privateHOLIDAY (Kommentare: 0) in Kategorie » Deutschland «

Ferien in Berlin - Ortsteilbeschreibungen von Berlin

Berlin Mitte

2001 wurde in der Verwaltungsreform der Stadtbezirk Mitte mit Tiergarten und Wedding zum Bezirk Berlin Mitte zusammengelegt. Der Ortsteil Berlin Mitte gehört mit seinen 10,7 km2 zu den kleineren Räumen Berlins. Hier passt auf jeden Fall: „klein aber oho“. Berlin Mitte liegt wie der Name sagt inmitten von Berlin und beheimatet die wichtigsten Institutionen wie den Bundestag, den Bundesrat, die Bundesregierung und fast alle Botschaften. Sie befinden sich mitten im alten Berlin, was Sie nur mehr an den Namen der Straßen erkennen können. Festungsmauern gibt es schon lange keine mehr. Allerdings gibt es noch das Brandenburger Tor. Es ist der westlichste Teil des Stadtteils. Dahinter kommen Sie zum Tiergarten. In Berlin Mitte haben Sie alles, was das Herz begehrt, in Fußweite. Museen, Theater, Geschäfte, Kirchen, Bildungsanstalten, Freizeitmöglichkeiten, die schönsten Parks, Märkte, jegliche Infrastruktur, die ein Stadtzentrum nur bieten kann. Das Zentrum von Berlin Mitte ist der Berliner Fernsehturm beim Alexanderplatz. Nicht weit davon kommt man zur berühmten Humboldtuniversität. Alle Sprachen der Welt kann man hören. Das bunte Treiben der Touristen, die sich mit einheimischen Geschäftsleuten auf den verkehrsreichen Straßen mischen, wechselt mit ganz ruhigen, menschenleeren, winzigen Gässchen ab, die einen in vergangene Jahrhunderte entführen.

Charlottenburg

Charlottenburg liegt westlich von Berlin Mitte und war bis 1920 eine sehr reiche Großstadt westlich des alten Berlin. 2005 war das 300 Jahr Jubiläum der „Stadt“ Charlottenburg. Charlottenburg gehört heute in den Verwaltungsbezirk Charlottenburg-Wilmersdorf und entstand in seiner aktuellen Form 2004 durch Neuaufeilungen. Die nicht ganz 120.000 Einwohner tummeln sich in Witzleben, am Klausenerplatz, in Kalowswerder und in Martinekenfelde. Eingebettet zwischen Spree und Havel liegen die drei Ortsteile Charlottenburg, Charlottenburg Nord und Westend. Vor zweihundert Jahren ist Charlottenburg die Sommerfrische des Berliner Bürgertums geworden und ist es bis zu Beginn des letzten Jahrhunderts geblieben. Den Naherholungsgebietscharakter hat Charlottenburg bis heute beibehalten. Die Strassen zwischen dem Schloss Charlottenburg und Berlin Mitte sind bis heute von schönen Bürgerhäusern und Villen gesäumt, die große Privatgärten mit fast parkähnlichem Charakter besitzen. Auch Charlottenburg ist mit der Technischen Universität ein Universitätsviertel Berlins. Charlottenburg stellt mit dem alten und dem neuen Rathaus, das mittlerweile auch schon über 100 Jahre alt ist, seiner perfekten Infrastruktur, die wirklich alles an Kultur, Freizeit, Bildungs- und Kinderbetreuungsstätten, Ärztezentren, Hotels und vieles mehr bietet, eine Stadt in der Stadt dar. Die Gegend um den Bahnhof Zoologischer Garten, Breitscheidplatz und Kurfürstendamm hat sich vor ca. 50 Jahren zum neuen Zentrum Westberlins entwickelt. Im ältesten erhaltenen Bürgerhaus Charlottenburgs, das 1712 erbaut worden ist, befindet sich heute das Keramik Museum Berlin. In Charlottenburg gibt es auch die älteste Fußgängerzone Berlins, die eine prächtige Einkaufsstraße ist, die Wilmersdorferstraße.

Schloss Charlottenburg
Bild von Miodrag Asenov auf Pixabay

Wilmersdorf

Wilmersdorf gehört in den Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf und liegt südwestlich von Berlin Mitte, südlich von Charlottenburg und östlich von Halenss und Schmargendorf. Im Süden liegt der Bezirk Steglitz-Zehlendorf. In diesem Stadtteil finden Sie an der Wilhelmsaue den wunderschönen historischen Kern von Wilmersdorf - Alt-Wilmersdorf. Die Familie Blisse, die zu den Millionenbauern gehörte, stiftete 1911 drei Millionen Mark, wovon das Blissestift erbaut worden ist. Ca. 20 Jahre älter ist die Auenkirche, ein neugotischer Backsteinsakralbau, der die Atmosphäre der Wilhelmsaue ausmacht. Aus dem 18. Jahrhundert stammt das Schoeler Schlösschen, dem ein kleiner Park angeschlossen ist. Direkt neben dem Schoelerpark liegen üppig begrünte Wohnblocks mit großzügig bemessenen Freiräumen und äußerst gepflegten Wohnstraßen. Für Sporthungrige und solche, die ihre Freizeit gern in der offenen Natur verbringen, gibt es herrliche und leicht zu erreichende Freiluftanlagen. Sogar die U-Bahnstationen sind in Wilmersdorf etwas Besonderes. Beachten Sie das Kathedralengewölbe der Station am Heidelberger Platz. Das gesamte Gebiet von Wilmersdorf ist verkehrstechnisch ausgezeichnet aufgeschlossen. U-Bahnen, S-Bahnen, Ringbahnlinien stehen denen, die öffentlich unterwegs sind, beinahe rund um die Uhr zur Verfügung. Der Volkspark Wilmersdorf grenzt direkt an den Rudolph Wilde Park an und ist ein botanischer Garten, der durch gekonnte Landschaftsplanung einen äußerst Naturbelassenen Eindruck macht. Die sehr gepflegten großen Grünflächen können für Spiel und Spaß genutzt werden. Am Westausgang kann man nach der Arbeit den ruhigen Abendspaziergang entlang des Ufers des Fennsees genießen.

Friedrichshain

Südöstlich von Berlin Mitte kommen Sie in den Ortsteil Friedrichshain, der dem Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg angehört. Bis zur Verwaltungsreform im Jahr 2001 war dieser Ortsteil selbst ein Bezirk Berlins. Man kann Friedrichshain mit dem Quartier Latin in Paris vergleichen. Künstler, Existentialisten und die noch vorhandenen Bobos des ausgehenden zwanzigsten Jahrhunderts treffen einander dort. Heute wird Friedrichshain gerne von Studenten bewohnt, die sich in der Szeneatmosphäre, die sie schließlich selbst mit gestalten, besonders wohl fühlen. Im Volkspark Friedrichshain, der Namen gebend für den Ortsteil geworden ist, gibt es die Aussichtsplattform Mont Klamott, die 78 m hoch ist und einen schönen Überblick über dieses Kultur- und Vergnügungsviertel bietet. Es gibt eine Freilichtbühne, Spiel- und Liegewiesen, ein Beach Volleyballfeld, jede Menge Möglichkeiten für alle Insportarten, auch jede neu dazu kommenden wird über kurz oder lang hier ausgeübt werden. Auch die Umweltbewussten und ökologisch Interessierten werden in dem Volkspark Friedsrichshain ihre Freude haben. Einige Bäume aus dem alten Eichenbestand, sind als Naturdenkmal gekennzeichnet. An und für sich sollte heute schon jede Eiche im deutschen Raum ein Naturdenkmal sein, da der Bestand so drastisch abgenommen hat. In dem ehemaligen Arbeiterbezirk, in dem viel Industrie angesiedelt gewesen ist, sind zahlreiche Produktionsstätten aufgelassen und statt dessen Dienstleistungsbetriebe errichtet worden. Somit werden auf diesem Sektor reichlich Arbeitsplätze geboten und der Arbeitsweg kann kurz sein, wenn man den Ortsteil Friedrichshain zu seinem Wohnbezirk macht. Heute leben nur mehr etwa 110.000 von den 350.000 Einwohnern, die Friedrichshain in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts gehabt hat, in Friedrichshain. Das hat vor allem mit den Umstrukturierungen nach dem Mauerfall zu tun.

Kreuzberg

Kreuzberg gehört in den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg und liegt südöstlich von Berlin Mitte. Man unterscheidet bis heute Kreuzberg 61 und SO 36. Diese Teilung in zwei Ortslagen geht auf die alten Postleitzahlen zurück. Da SO 36 zu Mauerzeiten an drei Seiten abgeschlossen war, entwickelte es eine sehr typische, alternative Kulturszene, da es sich ja am äußersten Ostrand Westberlins befand. Dieses Gebiet Berlins ist wohl eines der bekanntesten, da zahlreiche Filme und Fernsehserien, wie z. B. „Liebling Kreuzberg“ mit Manfred Krug oder „Der König von Kreuzberg“ hier gedreht worden sind. Dieser Ortsteil beherbergt ca. 150.000 Einwohner, von denen zahlreiche Migrationshintergrund haben. Das bunte Völkergemisch ist mit dafür verantwortlich, dass auch Kreuzberg, genauso wie Friedrichshain zu den Szenevierteln von Berlin zählt. Durch Gentrifizierungseffekte, die auf die sehr hohen Umbau- und Restaurierungstätigkeiten im Bereich der Wohnhäuser zurückzuführen sind, veränderte sich in den letzten zehn Jahren die demografische und soziale Struktur von Kreuzberg sehr stark.

Lichtenberg

Um den Ortsteil Lichtenberg vom Bezirk Lichtenberg zu unterscheiden, nennt man den Ortsteil auch Alt-Lichtenberg. Lichtenberg war im 13. Jahrhundert ein Dorf im Barnim. Dies ist es bis Ende des 19. Jahrhunderts geblieben. Die Industrialisierung brachte durch Zuwanderung einen enormen Bevölkerungsanstieg mit sich und 1907 erhielt Alt-Lichtenberg das Stadtrecht. Großberlin, das 1920 gegründet worden ist, hat Lichtenberg dann eingemeindet. Seit 1990 hat sich hier wirtschaftlich einiges verändert. Es gibt heute zahlreiche kleine und mittelständische Betriebe, das bodenständige Handwerk feiert „fröhliche Urständ“, viele Einkaufszentren und Autohäuser sind errichtet worden. IKEA wird ein neues Möbelhaus bauen und ein großes Tagungs- und Kongresshotel in den Landsberger Arkaden ist in Planung. Damit wird gerade in diesem Ortsteil enorm viel für die Arbeitsplatzbeschaffung und für die Anziehung von Unternehmen verschiedenster Art getan.

Marzahn

Marzahn ist der östlichste Ortsteil Berlins und gehört in den Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Es war vor dem Fall der Mauer die größte Siedlung der ehemaligen DDR. Marzahn stammt aus dem Mittelalter. Damals war es ein Angerdorf, dessen Reste man noch heute erkennen kann. Sehr malerisch macht sich im „alten Dorf“ die Marzahner Dorfkirche. Rund um den Kern des alten Dorfes wurde zwischen 1975 und 1990 die vorhin erwähnte Großwohnsiedlung errichtet. Diese war als Stadtlandschaft mit riesigen Grünflächen konzipiert, so dass man praktisch im Naherholungsgebiet zu Hause war. Im Jahr 1990 wurde auch das Freizeitforum fertig gestellt. Dieses gehört zur Marzahner Promenade, die sowohl Einkaufsstraße als auch Erlebnisparcours ist. Vom riesigen Kaufhaus, über zahlreiche kleinere Geschäfte bis zur Schwimmhalle, Bibliothek und Veranstaltungssälen finden Sie hier alles, um Nützliches und Angenehmes miteinander zu verbinden. Marzahn gehört zu den 17 „Gebieten mit besonderem Entwicklungsbedarf“. Daher erhält dieser Ortsteil spezielle Förderungen. Das neue Wohnviertel Landsberger Tor, das seit 2000 errichtet worden ist, bietet attraktive Wohnungen zu erschwinglichen Preisen. Speziell für Musiker hat Marzahn einen besonderen Anziehungspunkt zu bieten: Das ORWOhaus. In einem alten Industriebau haben sich einige Instrumentalisten und Sänger zu einer Kreativgemeinschaft zusammengefunden, die sich Musikfabrik nennt.

Hellersdorf

Hellersdorf bildet zusammen mit dem Ortsteil Marzahn den Bezirk Marzahn-Hellersdorf und liegt genau neben Marzahn. Es werden die Ortslagen Hellersdorf Nord, Süd und Ost unterschieden. Bis 2001 gab es auch den Stadtbezirk Hellersdorf. Der Ortsteil entstand aus einer Wohnsiedlung, die in Plattenbauweise errichtet worden ist. Sie ist die größte Großwohnsiedlung Europas. Insgesamt leben heute ca. 75.000 Menschen in Hellersdorf. Es handelt sich um einen sehr jungen Ortsteil, da ca. ein Drittel der Bewohner jünger als 18 Jahre ist. Mit der U-Bahnlinie 5 und den Straßenbahnen M6 und 18 ist eine hervorragende Anbindung an das Berliner Verkehrsnetz gegeben. Auch Hellersdorf hat schon eine lange Geschichte. Es wird als Helwichstorpp im 14. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt. Bereits damals gab es die Mühle, die große wirtschaftliche Bedeutung gehabt hat.

Neukölln

Neukölln verleiht dem Bezirk Neukölln seinen Namen und ist der nördlichste Teil des Bezirks. Der Bezirk Neukölln liegt im Süden Berlins. Es ist der dichtest besiedelte Teil des ohnehin bevölkerungsreichen Bezirks, der ca. 150.000 Einwohner beherbergt. Breiten Raum einnehmende Einkaufstraßen mit sowohl modernen als auch älteren Häusern bieten mit ihrer reichen Begrünung ein großzügiges Ambiente. Die wichtigste Straße des Schillerkiezes ist die Schillerpromenade. Sie wurde vor ungefähr einem Jahrhundert für das wohlhabende Bürgertum angelegt und entsprechende Häuser an beiden Seiten aufgestellt. Die reich gegliederten und mit viel Schmuck ausgestatteten Fassaden zeugen noch heute von diesem Wohlstand. Heute hat dieser Ortsteil ein Quartiersmanagement, ein Programm zur Stadtentwicklung, wobei Menschen aus Verwaltung, Privatwirtschaft, Lokalpolitik und Anrainer zusammen arbeiten, um die Lebensqualität in diesem Stadtteil durch innovative und integrative Aktionen noch weiter zu erhöhen. Diese Programme erhalten zahlreiche Förderungen, wobei die Bewohner dieser geförderten Ortslagen darin bestärkt werden sollen, selbst aktiv an der Lebensgestaltung in ihrem Ortsteil teilzunehmen. Aus den Mitteln des Quartiersfonds können z. B. Straßenfeste organisiert oder neue Spielplätze gebaut werden. Es befindet sich die äußerst Geschichtsträchtige Genezarethkirche hier und außerdem wird die Schillerpromenade laufend saniert und ausgebaut. Auch ist die Infrastruktur mit Volksschulen, Kinderbetreuungseinrichtungen, zahlreichen Cafes und Restaurants durchaus ansprechend.

Pankow

Pankow ist sowohl ein Bezirk als auch ein Ortsteil Berlins, der im Nordosten der Stadt liegt und durch die Panke landschaftlich charakterisiert wird. Sie ist ein Nebenfluss der Spree, der durch Brandenburg und Berlin fließt und in Berlin eine Länge von über 20 km einnimmt. Das Pankower Schloss Schönhausen war DDR Präsidentschaftssitz. Daran erinnert das bekannte Lied „Sonderzug nach Pankow“. Weitere bedeutende Baudenkmäler, die die Architekturlandschaft Pankows prägen, sind das Rathaus, die alte Dorfkirche, das Kavalierhaus und das ehemalige jüdische Waisenhaus, in dem sich heute eine Bibliothek befindet. Sehr schöne Wohnensembles findet man im Kissingenviertel, die in den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts erbaut und mit den einmaligen Zeppelindächern versehen worden sind, und im Amalienpark, wobei diese Wohnanlage schon aus dem 19. Jahrhundert stammt. Die schöne Naturlandschaft von Pankow machte es schon vor hundert Jahren zu einem beliebten Reiseziel der Berliner. Heute hat man hier ein herrliches Naherholungsgebiet mitten in der Stadt, das auch verkehrstechnisch nichts zu wünschen übrig lässt.

Reinickendorf

Das ehemalige Angerdorf Alt-Reinickendorf wurde nach der Eingemeindung zum Bezirk Reinickendorf, der den gleichnamigen Ortsteil beherbergt. Nordöstlich von Spandau und nordwestlich von Berlin Mitte gelegen zeigt Reinickendorf eine bereits alte, völlig andere Bauweise als der im Zentrum befindliche Ortsteil Wedding. Von Reinickendorf ist es nicht weit bis zum Flughafen Tegel und zu der Arbeitersiedlung Borsigwalde. Wegen der Nähe des Flughafens gelten hier besonders hohe Lärmschutzauflagen bei der Errichtung von Neubauten. Die meisten Häuser des Altbestandes sind mit Schallschutzfenstern ausgestattet. Sobald der Flughafen im Jahr 2011 voll benutzbar sein wird, wird der Betrieb des Flughafens Tegel eingestellt. Es ist dann mit erhöhtem Bauvorkommen und der Errichtung zahlreicher neuer Wohnungen zu rechnen.

Spandau

Spandau ist der westlichste Bezirk Berlins, der den Namen gebenden Ortsteil zu seinem Gebiet zählt. An Spandau grenzen die Ortsteile Wilhelmstadt und Falkenhagener Feld. Sie befinden sich hier in dem Bezirk, der der wichtigste Wirtschaftsstandort Berlins ist. Gleichzeitig ist Spandau aber durch seine großen Freiräume, die sowohl Land als auch Wasserflächen anbieten, bei Ausflüglern beliebt. Die Landschaft ist von Wohngebieten gesäumt, wo alle Nahversorgungsmöglichkeiten vorhanden sind, und durch eine gute Verkehrsanbindung an die anderen Berliner Bezirke und in das Umland eine ausgezeichnete Infrastruktur gegeben ist. Man unterscheidet Altstadt Spandau von Neustadt Spandau, wobei Altstadt Spandau als Kulturzentrum des Ortsteils betrachtet werden kann. Von Altstadt Spandau ist leider außer dem Namen durch die starken Zerstörungen im Krieg und den etwas unsensiblen Wiederaufbau in den 50-er Jahren nicht viel übrig geblieben. Dennoch ist es eine attraktive Gegend, da vor 20 Jahren die Fußgängerzone fertig gestellt worden ist. Der Handel wird durch die Besucher aus dem nahe gelegenen Einkaufszentrum Spandau Arcaden, das 125 Geschäfte beherbergt, einerseits konkurriert andererseits aber auch belebt. Der älteste Stadtteil Spandaus ist der Kolk, wo man noch die Reste der Stadtmauer bewundern kann. Spandau ist einer der größere Bezirke und Ortsteile Berlins, aber mit nicht einmal 35.000 Einwohnern weniger dicht besiedelt.

Steglitz

Steglitz ist der nordöstlichste Ortsteil des südwestlichsten Bezirks Berlins, Steglitz Zehlendorf. Steglitz war ein preußisches Dorf, das durch die Wannseebahn als erster Bahnlinie zwischen Potsdam und Berlin in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts enorm an wirtschaftlicher Bedeutung gewonnen hatte. Steglitz liegt an der Bundesstraße 1, deren Streckenverlauf schon im Mittelalter eine bedeutende Handelsstraße gewesen ist, und die wichtigste Straßenverbindung Deutschland darstellt. Nicht nur die verkehrstechnisch besondere Lage macht Steglitz attraktiv. Es gibt Einkaufsstraßen, wie die Schlossstraße, das Einkaufszentrum Steglitz, das alle Geschäfte, die man allenfalls benötigen könnte, unter einem Dach vereinigt, Restaurants, unter denen wohl der Bierpinsel durch seine ungewöhnliche Architektur am auffallendsten ist, und das Schlossparktheater, in dem Musicals zur Aufführung gelangen.

Zehlendorf

Der Ortsteil Zehlendorf gehört in den Bezirk Steglitz Zehlendorf und ist westlich von Steglitz gelegen. Einige der nicht ganz 60.000 Einwohner leben in der Onkel Tom Siedlung in Zehlendorf Nord oder in der Siedlung am Fischtalgrund, die 1928 errichtet worden ist. Sie besteht aus 75 Einfamilienhäusern und 40 Wohnungen und war eine Modellsiedlung, die sogenannte mittlere Wohnbedürfnisse befriedigen sollte. Zehlendorf ist auch ein grüner Ortsteil Berlins, in dem Sie für Ihren Hund jede Menge Auslauf finden werden, wo auch für Menschen sehr ansprechende Laufstrecken unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade angeboten werden, und wo Sie zahlreiche Sportvereine, Hallen- und Freibäder sowie Turn- und Sportstätten ganz bestimmt fit halten werden. Sowohl professionelle Theater als auch Laientheatergruppen laden zu aktivem und passivem Kulturgenuss ein.

Tempelhof

Tempelhof ist ein Ortsteil des siebenten Berliner Bezirks, der ganz im Süden Berlins liegt. Tempelhof nimmt den Nordosten seines Bezirks ein. Im Westen davon befindet sich Schöneberg, im Süden Mariendorf, im Osten Neukölln und im Norden Kreuzberg. Hier wechseln einander Zinshäuser und Einfamilienhäuser im Bungalow- und Villenstil ab. Es gibt einige Parkanlagen, aber auch Gewerbeflächen mit Industriezonen. Die Filmstudios aus den dreißiger Jahren sind teilweise Denkmalgeschützt. Die ebenfalls unter Denkmalschutz stehende Bärensiedlung, die auch aus den dreißiger Jahren stammt, bietet ihren Mietern 900 Wohnungen und liegt gleich neben den Industriebetrieben, die Elektrogeräte bis Schokolade herstellen. Dieses sehr interessante Gebiet befindet sich an der Oberlandstraße. Klarerweise ist der älteste und kleinste Verkehrsflughafen Berlins, der Flughafen Tempelhof sehr schnell zu erreichen.

Schöneberg

Schöneberg gehört in den Bezirk Tempelhof Schöneberg und ist der nördlichste Ortsteil des südlichsten Bezirks von Berlin. Schöneberg hat ca. 115.000 Einwohner und ist mit 10,6 Quadratkilometern ein eher kleiner Bezirk. Ende des 19. Jahrhunderts erhielt Schöneberg das Stadtrecht und wurde auch zum Stadtkreis. 1920 wurde die nur kurzfristig selbständige Stadt Schöneberg Berlin eingemeindet. Die zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstandenen Schöneberger Stadtquartiere sind Meilensteine in der Stadtentwicklung. Die Rote Insel wird traditionell von sozialistisch orientierten Arbeitern bewohnt, die sich in den 20er und 30er Jahren dem nationalsozialistischen Regime widersetzt haben. Die Cäciliengärten, die auch in den 20er Jahren als Stadtquartier errichtet worden sind, sind heute Denkmalgeschützt und gelten als ein Freilichtmuseum des Art Deco. Besonders ansprechend ist außer der Architektur in diesem Quartier der Bestand mit japanischen Zierkirschen. Im Bayrischen Viertel gibt es die Jüdische Schweiz, einen Ort der Erinnerung. Außerdem lebten hier sehr viele historisch bedeutende Menschen, wie z. B. Albert Einstein. Auch heute ist man in Schöneberg von zahlreichen VIPS, wie z. B. Walter Scheel umgeben. Das historische Zentrum Schönebergs ist die Hauptstraße, in der es aber heute ziemlich ruhig geworden ist. In den Seitenstraßen dieser einst wichtigen Einkaufsstraße gibt es aber viele Cafes und Kunsthandwerksbetriebe. In Schöneberg findet man zahlreiche familiäre Pensionen, gemütliche Gasthäuser und mittlere Betriebe im Dienstleistungssektor.

Treptow

Der Ortsteil Alt-Treptow liegt im Bezirk Treptow-Köpenick und ist der nordwestlichste und kleinste Ortsteil des südöstlichsten Bezirks von Berlin. Treptow grenzt an Neukölln, an Kreuzberg, an Friedrichshain, an Stralau und an Plänterwald. Dieser Ortsteil ist ein sehr wichtiger und traditionsreicher Verkehrsknotenpunkt Berlins, wo Land- und Wasserstraßen sowie der Schienenverkehr aus vielen Richtungen zusammenkommen. Treptow hat nicht einmal 10.000 Einwohner und ist wohl das am längsten besiedelte Gebiet des heutigen Berlin. Bereits im sechsten Jahrhundert haben sich in Treptow, das damals Trebow, Trebkow, Trebikow oder Trepkow genannt worden ist, Wenden niedergelassen. In der ehemaligen Lampenfabrik Graetz in Treptow ist heute Siemens untergebracht. Auch zahlreiche andere Industriebetriebe sind hier angesiedelt. Südlich der Lohmühleninsel sind nun Grafik- und Designfirmen untergebracht. Das gesamte Gelände ist aufwendig restauriert worden und Denkmalgeschützt. Auch der Agfa Komplex wurde saniert und die Kaserne den Auflagen des Denkmalschutzes entsprechend restauriert. Dort ist die Sicherungsgruppe Berlin beheimatet. Nach dem Mauerfall wurden die Arena Berlin, wo zahlreiche große Events stattfinden, auf dem Gelände der Landmaschinenfabrik Gebrüder Beermann errichtet. Vor ca. 10 Jahren hat sich Alt Treptow massiv verkleinert, da es mehr als die Hälfte seiner Fläche dem Ortsteil Plänterwald abgegeben hat.

Köpenick

Der Name Köpenick wurde durch Zuckmayers Drama „Der Hauptmann von Köpenick“ weltberühmt. Tatsächlich gibt es eine historische Vorlage für dieses Stück und die zahlreichen anderen literarischen Werke, die sich dem Stoff um Sein und Schein widmen. Der Ortsteil Köpenick liegt im Bezirk Treptow Köpenick, dem südöstlichsten von Berlin und grenzt an Treptow, Lichtenberg, Marzahn und Hellersdorf. Der Ortsteil Köpenick ist flächenmäßig der größte von Berlin, hat aber keine besonders hohe Bevölkerungsdichte. Hier leben nur 116.000 Menschen. Köpenick ist sicher der grünste und an Naturschönheiten reichste Ortsteil Berlins, da drei Viertel seiner Fläche Naturlandschaften mit Flüssen, Seen, Wäldern und Wiesen sind. Hier kommen die beiden Flüsse Spree und Dahme zusammen. Über die Spree sind Wasserstraßen Verbindungen zum Müggelsee und zu Berlin Mitte, dem Stadtzentrum gegeben. Früher lebte man in Köpenick vom Fischfang. Das Fischerviertel ist auch heute noch mit seinen 200 Jahre alten kleinen Häuschen und den Gassen, die noch Kopfsteinpflaster tragen, sehr malerisch. In der Altstadt ruft jedes Jahr „der Hauptmann von Köpenick“ den „Köpenicker Sommer“ aus, ein sehr traditionsreiches Stadtbezirksfest. Das Köpenicker Schloss befindet sich auf der Schlossinsel in der Dahme, kurz bevor sie in die Spree mündet. Das Schloss ist 2004 renoviert worden. Auf dem riesigen Müggelsee wird seit je her jede Art von Wassersport betrieben. Das Hochmoor Teufelssee hat rund um den See einen Naturlehrpfad, der Pflanzen zeigt, die äußerst selten sind. Im Südosten Köpenicks befindet sich das Berliner „Gebirge“, die Müggelberge. Sie sind bis zu 114,7 m hoch und stellen die höchste Erhebung Berlins dar. Köpenick ist mit seinen 53 Kleingartensiedlungen, den je drei Landschafts- und Naturschutzgebieten, den 320 km. Wanderwegen mitten durch herrliche Mischwälder ein wunderbares Erholungsgebiet, in dem man alle Vorteile von Stadt und Land ideal verbinden kann. Köpenick ist überdies wahrscheinlich der sportlichste Ortsteil Berlins. Hier sind der 1. FC Union Berlin und der Köpenicker SC, eine Damen Volleyball Mannschaft beheimatet.

Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Bitte rechnen Sie 6 plus 9.